

Zucht von Hütehunden


Die Zucht von Hütehunden unterscheidet sich ganz grundlegend von der üblichen Rassezucht. Äußere Merkmale waren immer nebensächlich, da man sie nicht brauchte. Wesentlich sind ein funktioneller, gesunder Körperbau, ein leichtfüßiger Bewegungsablauf und ein breiter Brustkorb. Der funktionelle Standard ergibt sich durch die Praxis, denn ohne diese Merkmale, würde ein Hund die Leistung nicht erbringen können. Neben dem Körperbau spielt das Wesen und Temprament, sowie die Trainierbarkeit eine große Rolle. Um erbliche Krankheiten auszuschließen, kann aktuell auf eine Vielzahl von Gentests getestet werden.
Eine Hündin und ein Rüde sollten in der Zucht zum Einsatz kommen, weil sie gute Leistung erbracht haben. Um das zu beurteilen, müssen die Hunde ihre Belastbarkeit und Trainierbarkeit, nach einer meist vierjährigen Ausbildung, unter Beweis gestellt haben. In wie weit sich Eigenschaften vererben, kann man auch an ihren Vorfahren ablesen, da bestimmte Eigenschaften schon über Generationen züchterisch herausgebracht wurden. In einer bestimmten Manier am Vieh zu arbeiten, ist kein Zufall sondern genetisch verankert.
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Border Collie
oder
Australien Spepherd
Australian Shepherd vs. Border Collie –
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zwei Hütehunde, ein Image, aber ganz unterschiedliche Charaktere.
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Sie gelten als die Besten unter den Hütehunden:
Zwei Rassen, die allein durch ihr Äußeres faszinieren – energiegeladene Körper, freundliches Wesen.
Doch hinter dem perfekten Anschein verbirgt sich bei beiden Rassen ein intensives Arbeitstier.
Einer mit mehr Aktion der andere mit mehr Fokus.
Was genetisch in ihnen steckt:
Ihre Arbeitsweise ist grundverschieden.
Der Australian Shepherd – trotz seines Namens ursprünglich in den USA gezüchtet – ist ein Treibhund für Rinder und große Herden. Das heißt, er arbeitet körperlich nah an der Herde, wendet direkten Druck an, ist mutig und passt auf sein "Rudel" auf und wacht über Haus und Hof. Er will lenken, treiben, durchsetzen – mit Körpersprache und Kraft. Er kann territorial werden, laut, bellfreudig, einer, der Verantwortung übernimmt, wenn man sie ihm nicht nimmt!
Der Border Collie hingegen stammt aus Großbritannien und wurde speziell für das weiträumige Einholen von Schafen gezüchtet. Sein Werkzeug ist der Blick Er arbeitet auf Distanz, lenkt durch Strategie, Spannung, Körpersprache und Präzision. Kontrolle statt Körpereinsatz. Er agiert hochsensibel und reaktiv – auf feinste Signale.
Beide brauchen Struktur, Ruhe. Konsequenz, klare Regeln, Grenzen.
Sie brauchen Menschen, die Erfahrung haben und wissen, was zu tun ist!
Welpenaufzucht

Die Aufzucht der Welpen spielt für die Weiterentwicklung eine wichtige Rolle. So ist es von Vorteil, wenn die Welpen bis zur vierten Woche im häuslichen Umfeld aufwachsen können und dann auch auf die Welt außerhalb der Wurfkiste vorbereitet werden. Wir haben eine über zwanzigjährige Erfahrung in der Aufzucht und Prägung der Welpen, sodass sie den Wechsel in ihr neues Heim problemlos meistern.
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Die ersten 16 Wochen im Leben eines Hundes sind die Entscheidenden. Diese Prägephase macht, neben seinen Erbanlagen, aus dem Hund, das was er später sein wird! "Was Hänschen nicht lernt...." Versäumnisse lassen sich später nur schwer wieder aufarbeiten. Deshalb ist schon eine optimale Betreuung der Welpen beim Züchter von großem Wert. Mit drei Wochen öffnen sie die Augen/Ohren und fangen an, ihre Umwelt wahrzunehmen, sie lernen, laufen und raufen. Sie entwickeln ihr Körper- und Sozialgefühl. Alles, womit sie jetzt behutsam in Kontakt kommen, wird als ungefährlich abgespeichert. Als verantwortungsbewusster Züchter macht man da den Anfang, indem man die Welpen mit vielen Umwelteinflüssen behutsam in Kontakt bringt.
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Unsere Welpen leben mit uns im Haus, bekommen, in den ersten vier Wochen drinnen und später auch draußen, eine Menge verschiedener "Spielsachen", "Klettergerüste", "Planschbecken", "Bälleparadies", machen in der Sandkiste ihre ersten Geschäfte, sie lernen andere Hunde kennen, haben Kontakt zu Katzen, Hühnern, Pferden, Schafen, anderen Hunden und unter Aufsicht zu großen und kleinen Kindern. Wir machen Ausflüge, auch schon mal mit Leine, in den Wald, an den Bach und machen Autofahrten.
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Ab der 3. Woche sind Besucher herzlich willkommen, um die ersten Kontakte zu knüpfen. Durch genaues Beobachten und einem Welpentest, versuchen wir Wesen und Charakter der einzelnen Welpen kennen zu lernen um ein passendes Zuhause für sie zu finden. Endgültige Zuordnung der Welpen versuchen wir nicht vor der 7. Woche zu entscheiden.
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In der 8. Woche findet dann der Besuch beim Tierarzt statt. Hier werde die Kleinen augenuntersucht, gechipt, und geimpft. Vorher wurden sie natürlich auch regelmäßig entwurmt und mit hochwertigem Welpenfutter gefüttert.
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Mit auf den Weg bekommen sie eine umfangreiche "Welpenmappe", mit Entwicklungsprotokollen, Fotos, Registrierungsunterlagen postfertig, Impfpass und Entwurmungsdaten, Untersuchungsergebnisse, Unterlagen der Eltern ( Pedigree, Bilder und Untersuchungsergebnisse), Tipps zu Ernährung, Haltung und Erziehung.
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Bei Fragen und Sorgen bleiben wir auch weiterhin immer die ersten Ansprechpartner, und freuen uns riesig, den weiteren Werdegang unserer Australian Shepherd Babys verfolgen zu dürfen.